Es ist schon ein Kreuz…..

so sagte meine Oma früher, wenn sie etwas sehr belastet hat. Ein Kreuz mit dem Kreuz gibt es aktuell in der Schweiz:

Atheisten fordern: Alle Gipfelkreuze runter

26.10.10

Zürich – Verschwinden in der Schweiz bald alle Gipfelkreuze von den Bergen? Das zumindest fordert eine Organisation. Nun ist unter den Eidgenossen ein heftiger Streit entbrannt.

© dpa

Die Freidenker-Vereinigung Schweiz hat nach einem Berich von blick.ch genug von den christlichen Symbolen in den Alpen. Berge seien öffentlicher Raum. Und der solle frei sein von religiösen Zeichen. Ein Bergführer plant nach dem Bericht sogar eine Initiative zur Abschaffung aller Gipfelkreuze. „So eine Initiative würden wir unterstützen“, wird Reta Caspar, Geschäftsführerin der Freidenker, zitiert. „Es hat nämlich nichts mit Religionsfreiheit zu tun, das ganze Land mit Kreuzen vollzupflastern.“ Doch ein anderer Bergführer hält dagegen: „Was stören diese Kreuze jetzt die Freidenker? Wer von deren Verein steigt schon regelmäßig auf die Berge? Gipfelkreuze sind Kultur. Sie stehen seit Jahrhunderten. Und sollen noch Jahrhunderte stehen.“ Damit spricht er aus, was viele Wandersleute in den Alpen denken!

Die Schweizer Freidenker orientieren sich nach Angaben von blick.ch an der Wissenschaft und am Humanismus. Sie lehnen religiöse Glaubenssätze ab und sind darum oft Atheisten. So bezeichnet man Menschen, die nicht glauben, dass es einen Gott gibt.

ole

Kommentare

vor 5 Stunden meint moep (anonym)

Und irgendwann fordern diese Leute dann noch, daß das Kreuz von der schweizer Flagge entfernt wird…

Mein hexischer Gedanke dazu:

Wenn ich überlege, auf wieviele alte Heiligtümer das Kreuz gepflanzt worden ist, um den alten Glauben damit zu übernehmen bzw. zu unterdrücken, dann wäre ich für die Entfernung von Gipfelkreuzen auf ehemaligen Kultstätten. Was mich an den „offiziell anerkannten Religionen“ immer so stört ist dieses ständige Sendungsbewusstsein, dieses Glaubensposing. Ich will ja auch nicht überall Pentagramme draufstöpseln. Von mir aus können die Kreuze ruhig von den Bergen runter. Zum einen, weil nicht jeder auch ein Christ ist, der solch einen Berg ersteigt, zum anderen weil ein Berg ohne so ein „Gedöns“ einfach schöner aussieht. Und wer unbedingt da raufklettern und sein Leben riskieren muß, der kann auch zu seinem Gott beten, ohne daß er dafür ein riesiges Symbol vor der Nase haben muß.

Davon mal abgesehen: Ein Kreuz ist ein Hinrichtungsinstrument, daß zu Jesu Zeiten weit verbreitet war. Was hätten denn die lieben Leute auf den Berg gepackt, wenn Jesus gehängt worden wäre? Oder wenn es damals den elektrischen Stuhl, die Gaskammer oder die Giftspritze schon gegeben hätte? Wäre dann auf den Bergen überall z.B. in kleiner Galgen und man würde als Bekenntnis einen Strick um den Hals tragen? Oder würden die Spitzen der Kirchtürme mit beleuchteten elektrischen Stühlen geschmückt? Genauso kann ich fragen: Muß man sich mit Pentagrammen behängen oder überall mit dem Halbmond dekorieren um allen zu zeigen: Seht her wie toll gläubig ich bin?

Glaube ist zu allererst eine Herzenssache. Wer mit seinem Glauben regelrecht hausieren geht, bei dem ist es nach meiner Erfahrung damit nicht besonders weit her. Und dabei ist es ganz egal, zu wem gebetet wird.

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